SRH University

Anita Brand: „Seid neugierig und probiert früh Dinge aus, auch wenn der Weg noch nicht klar definiert ist.“

Anita Brand studierte an unserer Hochschule BWL und schloss ihr Studium 2011 ab. Heute arbeitet sie als Founder bei Oystera Pte. Ltd. und baut dieses als Early-Stage-Startup auf.

Eine Frau mit blonden Haaren trägt ein blumiges, ärmelloses Kleid und steht mit verschränkten Armen vor einem weißen Hintergrund.

Erzähl doch mal, was machst du gerade und wie sieht dein beruflicher Alltag aus?

Aktuell baue ich Oystera als Early-Stage-Startup auf. Mein beruflicher Alltag ist entsprechend sehr vielseitig: Ich arbeite intensiv an der Produktentwicklung, von Hardware- und Filterdesign über Prototypen-Tests bis hin zur Validierung des Nutzererlebnisses. Parallel beschäftige ich mich stark mit Marktanalyse, Positionierung und der Suche nach passenden Investoren und strategischen Partnern. Dazu kommen Gespräche mit potenziellen Kundinnen und Kunden, Lieferanten und Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen. Es ist ein sehr hands-on Umfeld, in dem ich täglich zwischen Produkt, Markt, Finanzierung und strategischen Entscheidungen wechsle. Wer möchte, kann mir gerne auf Instagram https://www.instagram.com/oysterabottle?igsh=MTE5MmphaWNrMmpkdg== und oder Linkedin www.linkedin.com/in/anita-brand-79b9b7258 folgen, um detaillierte Einblicke in meinen Arbeitsalltag zu bekommen. Ich freue mich immer sehr über Feedback und fachlichen Austausch.

Was macht deine Branche so spannend für dich?

Die Wasser- und Filtertechnologie fasziniert mich besonders, weil sie Nachhaltigkeit, Gesundheit und Technologie direkt miteinander verbindet. Sauberes Trinkwasser ist essenziell, gleichzeitig stehen wir vor großen Herausforderungen durch Plastikmüll und Mikroplastik, das zunehmend in unseren Körper gelangt. Mit durchdachten Filterlösungen lassen sich Einweg-Plastikflaschen reduzieren und Ressourcen schonen, ohne auf Komfort zu verzichten. Genau diese Kombination aus gesellschaftlicher Wirkung, Umweltverantwortung und technischer Innovation macht die Branche für mich so spannend und sinnstiftend.

Wie stellst du dir deinen zukünftigen beruflichen Werdegang vor?

In den kommenden Jahren möchte ich Oystera weiter aufbauen und skalieren, um nachhaltige, marktfähige Lösungen zu etablieren, die einen messbaren Beitrag zur Reduktion von Einwegplastik und Umweltbelastung leisten. Dabei ist mir wichtig, gemeinsam mit starken Partnern in internationalen Wasser- und Gesundheitsmärkten echte Veränderung zu bewirken. Langfristig sehe ich meinen beruflichen Weg in der Entwicklung und Umsetzung technologiegetriebener Initiativen, die Nachhaltigkeit nicht nur versprechen, sondern wirksam und wirtschaftlich umsetzen und so Lebensqualität auf breiter Ebene verbessern.

Bewerbungsverfahren sind immer aufregend. Wie hast du diese Phase direkt nach dem Studium in Erinnerung? Gab es besondere Herausforderungen?

Die Bewerbungsphase nach dem Studium habe ich als spannend und sehr abwechslungsreich in Erinnerung. Besonders gefallen haben mir Assessment Center mit Case Studies, da sie einen praxisnahen Einblick in den Arbeitsalltag ermöglichen. Da ich mir damals noch nicht sicher war, ob ich mich langfristig im Controlling, im Audit oder im Rechnungswesen sehe, habe ich mich bewusst für ein Traineeprogramm im Finanzbereich entschieden. So konnte ich unterschiedliche Bereiche kennenlernen und herausfinden, wo meine Stärken und Interessen wirklich liegen.

Was konntest du aus deinem Studium mitnehmen, das in der Arbeitswelt hilfreich ist?

Studium lehrt nicht nur Fachwissen, sondern auch die Fähigkeit zu lernen, komplexe Probleme zu strukturieren und selbstständig zu arbeiten. Diese Kompetenzen sind besonders wichtig, wenn man an innovativen Lösungen arbeitet und sich in neue Themenfelder einarbeiten muss. 

Lang ist’s her: Wie ist es dazu gekommen, dass du dich für deinen Studiengang entschieden hast?

Bereits vor dem Studium hatte ich schon einige Berufserfahrung als Abteilungsleiterin in einem internationalen Konzern gesammelt und in Australien erfolgreich mein eigenes Unternehmen geführt. Für das Studium habe ich mich bewusst entschieden, um meine praktischen Erfahrungen durch fundiertes Theoriewissen zu ergänzen, insbesondere in den Bereichen Steuern, Rechnungswesen und Change Management. Die Vorlesungen bei Prof. Dr. Jochen Pilhofer waren für mich besonders inspirierend, da sie mir geholfen haben, komplexe Zusammenhänge besser zu verstehen und meine beruflichen Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln.

Was hat dein Studium an der SRH Hochschule Heidelberg besonders gemacht?

Da ich direkt aus dem Arbeitsleben ins Studium gewechselt habe, war das projekt- und praxisbezogene Lernen an der SRH Hochschule Heidelberg für mich ein idealer Einstieg. Die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis hat es mir erleichtert, an bestehende Berufserfahrungen anzuknüpfen und Inhalte direkt in einen realen Kontext einzuordnen.

Welche Erfahrungen würdest du gerne Studierenden oder Young Alumni auf ihrem Weg mitgeben?

Seid neugierig und probiert früh Dinge aus, auch wenn der Weg noch nicht klar definiert ist. Versucht, Probleme zu erkennen und Lösungen zu entwickeln. Nutzt Projekte, Praktika und Netzwerke, um zu lernen, wie Ideen in die Umsetzung kommen. 

Was war für dich persönlich das Schönes im Studium?

Das Schönste im Studium war für mich der enge Austausch mit den Professoren und jederzeit einen direkten Ansprechpartner zu haben. 
Und natürlich im Hörsaal bereits im ersten Semester meinen Mann kennenzulernen. Wir leben seit 8 Jahren mit unseren 2 Kindern in Asien und denken gerne an unsere Zeit in Heidelberg zurück.