SRH University

Local Commute SRH University Berlin

Wie bewegen sich Studierende und Mitarbeitende im Berliner Verkehrsnetz zum Campus der SRH University - und wie lassen sich diese Pendelwege für alle verbessern? Das Projekt Smart Access Flows SRH University Berlin geht diesen Fragen mit Umfragen, Mobilitätsdaten und fortgeschrittenen Analysemethoden nach. Durch die Kombination von Verhaltensdaten mit räumlichen und zeitlichen Analysen entsteht ein detailliertes Verständnis dafür, wie der Campus in das städtische Mobilitätssystem eingebettet ist.

Ein gepflasterter Weg entlang eines Kanals, gesäumt von Bäumen und Sitzgelegenheiten im Freien, mit modernen Gebäuden im Hintergrund.
Eine gelbe U-Bahn fährt entlang der Gleise, im Hintergrund sind historische Gebäude mit Türmen und ein klarer Himmel zu sehen.

Zugang und Mobilitätsmuster rund um die Sonnenallee verstehen

Ein besonderer Fokus dieses Projekts liegt auf multimodalen Wegen, der letzten Meile sowie der Rolle nachhaltiger Verkehrsmittel wie Radverkehr und öffentlicher Nahverkehr. Darauf aufbauend werden konkrete Verbesserungsmöglichkeiten durch die University als Arbeitgeberin und Bildungsinstitution entwickelt, etwa durch gezielte Mobilitätsangebote wie vergünstigte oder integrierte ÖPNV-Tickets, Dienstfahrrad- und Campus-Bike-Programme, sowie Carsharing- und Ridepooling-Kooperationen. Oder auch attraktive Homeoffice- und Hybrid-Lehre-Regelungen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrradabstellanlagen, Duschen und Umkleiden auf dem Campus. 

Gemeinsam mit Studierenden und Mitarbeitenden werden Wegeketten von und zum Campus mittels Befragungen, freiwilligen Tracking-Tools und anonymisierten Mobilitätsdaten analysiert. Im Zentrum steht, wie sich Menschen mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln durch Berlin bewegen und wie sie den Campus erreichen. Dies umfasst Fahrten mit U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus, Fuß- und Radwege sowie private Mobilitätsoptionen. Die Daten liefern zentrale Erkenntnisse zu Spitzenankunfts- und -abfahrtszeiten, bevorzugten Verkehrsmitteln, wichtigen Umsteigepunkten und Unterschieden im Pendelverhalten zwischen Studierenden und Mitarbeitenden. 

Vor dem Hintergrund steigender Mobilitätsnachfrage in Berlin, ambitionierter Klimaziele und wachsender Belastung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur gewinnen diese Ergebnisse weiter an Bedeutung. Auf dieser Basis kann die University gezielte Angebote entwickeln: 

  1. Flexible Lehr- und Arbeitszeitmodelle zur Ausbalancierung der Nachfrage
  2. Campus-Shuttle-Optionen zu wichtigen Knotenpunkten
  3. Informations- und Beratungsangebote zu nachhaltiger Mobilität
  4. Mobilitätsbudgets oder Zuschüsse für klimafreundliche Verkehrsmittel 

Das bessere Verständnis der Access Flows ermöglicht eine effizientere, nachhaltigere und nutzerfreundlichere Integration des Campus in das städtische Umfeld. 

Eine gelbe Straßenbahn fährt an einer Mauer entlang, während zwei Personen auf dem Gehweg spazieren. Helle Wolken am Himmel.

Von Daten zu praktischen Empfehlungen

Die Ergebnisse werden so aufbereitet, dass sie University-Akteure und Mobilitätsplanende direkt bei der Verbesserung der Erreichbarkeit des Campus unterstützen. Alle verwendeten Daten sind vollständig anonymisiert und enthalten keinerlei Personenbezug. Eine Rückverfolgung auf einzelne Studierende oder Mitarbeitende ist nicht möglich. Im Fokus der Analyse stehen ausschließlich allgemeine Verkehrsflüsse und aggregierte Mobilitätsmuster dieser Personengruppen, nicht das Verhalten einzelner Personen. 

Dazu gehören klar definierte Pendelprofile, Empfehlungen für gestaffelte Zeitpläne zur Reduktion von Spitzenlasten, Einblicke in ÖPNV-Nutzung und Engpässe sowie Strategien zur Förderung nachhaltiger Mobilität - etwa durch verbesserte Radinfrastruktur oder eine bessere Taktung und Vernetzung mit dem öffentlichen Verkehr. 

Ergänzend werden hochschulinterne Maßnahmen empfohlen: 

  1. Mobilitätsrichtlinien für Dienstreisen
  2. Anreize für klimafreundliche Pendelentscheidungen
  3. Digitale Lehr- und Meetingformate
  4. Campusnahe Services wie Sharing-Stationen und Reparaturangebote für Fahrräder 

Das Ergebnis ist eine praxisorientierte, datengestützte Grundlage, um Staus zu reduzieren, die Nachhaltigkeitsziele Berlins zu unterstützen und den täglichen Weg von Studierenden und Mitarbeitenden durch verbesserte Angebote der Universität bzw. des Arbeitgebers spürbar zu verbessern. 

Logo von Motiontag mit dem Slogan „Discover how people move“.

Technologie & Datenschutz

Für die hochaufgelöste, DSGVO-konforme Erfassung Bewegungsmuster kommt die Technologie des Projektpartners motiontag zum Einsatz. Die Software erkennt automatisch genutzte Verkehrsmittel und rekonstruiert Mobilitätsverläufe, ohne eine aufwendige manuelle Dokumentation zu erfordern. So sind fundierte Aussagen zu typischen Routen, Verhaltensänderungen und den Wirkungen digitaler Lenkungsinstrumente möglich. Detaillierte Informationen zur App-Nutzung und zum Datenschutz finden Teilnehmende auf dieser Seite.

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