SRH University

Signaletik als reales Studienprojekt am Campus Berlin

Das Wegeleitsystem am SRH Campus Berlin ist mehr als ein gestalterisches Element – es ist das Ergebnis eines Studienprojekts im Bachelor Kommunikationsdesign.

Wegweiser und Grundriss im Erdgeschoss eines Gebäudes, mit Informationen zu Designstudios und Laboren. Eine Person bewegt sich vorbei.

Signaletik als reales Studienprojekt am Campus Berlin

Wie Studierende im Kommunikationsdesign den Campus mitgestaltet haben

Das Wegeleitsystem am SRH Campus Berlin ist mehr als ein gestalterisches Element – es ist das Ergebnis eines Studienprojekts im Bachelor Kommunikationsdesign. Entwickelt wurde es von dem Studierenden Levente Janeck in Zusammenarbeit mit Prof. Christopher Jung und Prof. Marcus Fischer (Interior Design) – von der Analyse über das Konzept bis zur Umsetzung im realen Raum.

Damit steht das Projekt exemplarisch für den Studienansatz: Gestaltung wird nicht isoliert gedacht, sondern im Kontext von Nutzung, Raum und Marke entwickelt.

Was ist Signaletik – und warum ist sie relevant?
Signaletik (Wayfinding Design) bezeichnet die visuelle Gestaltung von Orientierungssystemen in komplexen Räumen. Sie verbindet Typografie, Informationsdesign, Architektur und Nutzerführung.

Im Fokus stehen Fragen wie:

  • Wie orientieren sich Menschen intuitiv in Gebäuden?
  • Wie müssen Informationen strukturiert und gestaltet sein, um schnell erfassbar zu sein?
  • Wie wird ein Corporate Design räumlich übersetzt?

Damit ist Signaletik ein zentrales Anwendungsfeld für Kommunikationsdesigner:innen – insbesondere im Bereich Corporate Design, räumliche Kommunikation und Experience Design. Im Bachelor Kommunikationsdesign ist dies im X. Semester ein Schwerpunkt. 

Verankerung im Studium: Von Grundlagen zur räumlichen Kommunikation

Das Projekt knüpft direkt an die Struktur des Studiengangs an:

  • 1.–2. Semester: Grundlagen schaffen
    Studierende entwickeln gestalterische Basics in Modulen wie Typografie, Fotografie, Medien- und Kommunikationstheorie, Interaktive Gestaltung, Animation, Filmkonzeption, Editorial und Media Labs (Programmlehre). Hier entstehen die visuellen und konzeptionellen Grundlagen für spätere Projekte. 
  • 3.–4. Semester: Konzept und Marke
    In Modulen wie Marketing, Kommunikationsstrategie, Markenführung, Digital Brand Design und Corporate Design lernen Studierende, visuelle Systeme strategisch zu denken und Markenidentitäten zu entwickeln. 
  • 6. Semester: Kommunikation im Raum
    Erst hier wird Signaletik und Szenografie konkret verortet: In den Modulen Kommunikation im Raum, 3D Gestaltung, Audiovisuelle Kommunikation beschäftigen sich Studierende unter anderem mit räumlicher Kommunikation, Nutzerführung und der Übersetzung von Design in gebaute Umgebungen. 

Ergänzt wird dies durch projektorientierte Module und das SRH CORE-Prinzip, bei dem Studierende regelmäßig an realen Aufgabenstellungen arbeiten.

Ein Bauarbeiter mit einem weißen Helm und einer reflektierenden Weste montiert ein orangefarbenes Schild mit Informationen zu Seminaren und Medienstudios.

Lernen mit realer Wirkung

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie Lehre im Kommunikationsdesign funktioniert:
Studierende arbeiten an realen Herausforderungen, entwickeln Lösungen im Austausch mit Professor:innen und erleben, wie ihre Gestaltung im Alltag wirkt.

Signaletik wird damit nicht nur als theoretisches Thema vermittelt, sondern als angewandte Disziplin, die Gestaltung, Funktion und Nutzererlebnis verbindet.

Bunte Wandmalerei mit Augenmotiven an einer hellen Flurwand, während eine Person in einem weißen Oberteil den Flur entlanggeht.

Unser Campus als Lernraum

Der SRH Campus Berlin bietet dafür den passenden Rahmen: Ateliers, Film- und Fotostudios, hybride Arbeitsräume, Labs und offene Community Spaces greifen ineinander und ermöglichen interdisziplinäre Projektarbeit.

Das entwickelte Leitsystem ist heute integraler Bestandteil dieses Umfelds. Es strukturiert den Campus, unterstützt Orientierung und wird täglich genutzt – von Studierenden, Lehrenden und Besucher:innen.

School of Arts, Information and Media