Rapid Learning-Induced Cortical Plasticity: Mechanisms and Implications
Kurzbeschreibung
Traditionelle Gedächtnistheorien gehen davon aus, dass die langfristige Speicherung von Ereignissen notwendigerweise auf einem langsamen Konsolidierungsprozess beruht, für den die Beteiligung einer Hirnstruktur namens Hippocampus entscheidend ist. Neuere Befunde deuten jedoch darauf hin, dass die Einspeicherung neuer Gedächtnisinhalte auf ganz unterschiedliche Weise erfolgen kann, abhängig von den Anforderungen der Aufgabe, dem Vorwissen, der Zeit, der Komplexität der Information, sowie der Interaktion dieser Faktoren. Die zugrundeliegenden neurokognitiven Mechanismen dieser Speicherprozesse sind jedoch noch ungeklärt. Ziel des Projekts ist die Untersuchung der Bedingungen, unter denen die verschiedenen Prozesse greifen, und – aufbauend darauf – die Generierung eines Modells zur Vorhersage und Beschreibung verschiedener Konsolidierungsprozesse. Neben dem reinen Erkenntnisgewinn haben die langfristigen Projektoutcomes das Potenzial, im klinischen Kontext Patient:innen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen Lernstrategien an die Hand zu geben, mittels derer die dysfunktionalen Prozesse umgangen und Gedächtnisdefizite behoben werden können.
Projektlaufzeit: 06/2025 - 06/2027
Sprache: Deutsch und Englisch
Fördermittelgeber:innen: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Fördervolumen: 33.657 €
Beteiligte Studiengänge:
Kooperationspartner
Rotman Research Institute, Toronto, Canada

