Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit entstehen im Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation. Die berufsbegleitende Weiterbildung vermittelt die theoretische Fachkunde, um Arbeitsbedingungen systematisch zu beurteilen und sichere und gesunde Arbeitssysteme mitzugestalten.
Alle Fakten auf einen Blick
Deine Lerninhalte
Das lernst du
Die Fachkunde in Arbeitssicherheit und Gesundheit ermöglicht es den Teilnehmenden, aktiv an der betrieblichen Organisation von Sicherheit und Gesundheit mitzuwirken. Sie kennen die sozialpolitischen und rechtlichen Grundlagen des Arbeitsschutzes, die Rollen und Verantwortlichkeiten der betrieblichen Akteure (z. B. Sicherheitsfachkräfte, Betriebsärztinnen und -ärzte, Personalvertretungen) und können Arbeitsschutzsysteme organisatorisch und psychologisch integrieren. Sie sind in der Lage, Arbeitsbedingungen systematisch zu beurteilen, Gefährdungen und Belastungen zu identifizieren und auf Basis psychologischer Erkenntnisse Gestaltungsmaßnahmen zu entwickeln und zu evaluieren. Dazu zählen sowohl technische und organisatorische als auch verhaltensbezogene Interventionen.
Darüber hinaus können Teilnehmende, Arbeitssysteme und Arbeitsplätze im Sinne der Ergonomie, Sicherheit und Gesundheitsförderung gestalten. Sie berücksichtigen Diversität, soziale Beziehungen und Gesundheitsaspekte in der Arbeitsorganisation und begleiten Planungs-, Beschaffungs- und Bauprozesse aus arbeitspsychologischer Perspektive. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung von Arbeitsschutzkultur, Sicherheitsverhalten und betrieblicher Gesundheitskompetenz.

Deine Perspektiven
Lehr- und Lernkonzept
Die Weiterbildung findet in Präsenz am Campus Leipzig statt. Ergänzende Online-Termine können für eine Einführung, organisatorische Abstimmungen oder fachliche Rückfragen angeboten werden. Der fachliche Unterricht erfolgt in Präsenz.
Das Lehr- und Lernkonzept folgt dem CORE-Prinzip der SRH University und ist konsequent kompetenzorientiert. Fachliche Inputs werden mit Übungen, moderierten Diskussionen, Reflexionen, Rollen- und Videobeispielen sowie theoretischen Fallbeispielen verbunden.
Ein zentraler Bestandteil der Weiterbildung ist die Bearbeitung von Fallbeispielen. Dabei wenden die Teilnehmenden die vermittelten Grundlagen systematisch auf eine realitätsnahe betriebliche Fragestellung an. Sie analysieren die Ausgangssituation, beurteilen Arbeitsbedingungen und entwickeln begründete Gestaltungsmaßnahmen.


Prof. Dr. Sabine Rehmer, Dozentin und Ansprechpartnerin
Prof. Dr. Sabine Rehmer ist Arbeits- und Organisationspsychologin, Fachkraft für Arbeitssicherheit und qualifizierte Lernbegleiterin für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Seit mehr als 20 Jahren ist sie an der Schnittstelle von Psychologie, Arbeitsschutz und Organisationsgestaltung tätig und verbindet dabei Praxis, Forschung, Lehre und Verbandsarbeit.
An der SRH University hat sie 2017 den Masterstudiengang Arbeits- und Organisationspsychologie mit integrierter Qualifizierung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit aufgebaut. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der interdisziplinären Verbindung von psychologischen, technischen und arbeitsmedizinischen Perspektiven. Dabei betrachtet sie Menschen, Technik und Organisation in ihrem Zusammenspiel und setzt sich für eine konstruktive Zusammenarbeit verschiedener Professionen ein.
In ihrer Lehre vermittelt sie fachliche und rechtliche Grundlagen praxisnah und verständlich und legt besonderen Wert auf den Austausch sowie die gemeinsame Bearbeitung realitätsnaher Fälle. Ihr Schwerpunkt liegt darauf, die Teilnehmenden dazu zu befähigen, Arbeitsbedingungen systematisch zu beurteilen und Sicherheit und Gesundheit gemeinsam mit den betrieblichen Akteuren wirksam zu gestalten.

Katrin Zittlau, Sicherheitsingenieurin und Arbeits- und Organisationspsychologin
Katrin Zittlau ist als selbstständig tätige Sicherheitsingenieurin und Arbeits- und Organisationspsychologin seit über 20 Jahren in der betrieblichen Beratung tätig. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte sind u.a. die Auswirkungen des Wandels der Arbeitswelt auf die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten.
Frau Zittlau ist aktuell im Vorstand des VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e.V. zuständig für das Ressort Gesundheit und damit für die Verknüpfung von Sicherheit und Gesundheit in der betrieblichen Beratung. Seit 2012 ist sie regelmäßig in Forschungsprojekten aktiv, bisher z.B. zu den Themen Demografischer Wandel, Arbeitswelt 4.0, Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung und Sichtbarkeit des Arbeitsschutzes.
Sie widmet sich zudem den Themen Qualität und Wirksamkeit in der Beratung durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit sowie deren Weiterbildung und Qualifizierung.
Erfahrung seit 2017
Die SRH University verbindet seit 2017 in einem interdisziplinären Masterstudiengangs die Arbeits- und Organisationspsychologie mit einer Qualifizierung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit. Aus dieser langjährigen Verbindung von psychologischer Hochschullehre und sicherheitstechnischer Qualifizierung sind fundierte Lehrkonzepte, erprobte Fallbeispiele und umfassende Erfahrungen in der kompetenzorientierten Vermittlung von Arbeitsschutzthemen entstanden.
Diese Expertise fließt unmittelbar in das Hochschulzertifikat „Fachkunde Arbeitssicherheit und Gesundheit“ ein. Die Teilnehmenden profitieren von:
- langjähriger Erfahrung an der Schnittstelle von A&O-Psychologie und Arbeitssicherheit,
- einer psychologisch fundierten und zugleich arbeitsschutzfachlichen Perspektive,
- erprobten kompetenzorientierten Lehr- und Lernformaten,
- theoretischen Fallbearbeitungen mit realitätsnahen betrieblichen Fragestellungen und
- Lehrenden mit arbeitspsychologischer, sicherheitstechnischer und didaktischer Qualifikation.




