

Darum geht’s:
Der Start ins Studium ist aufregend: neue Menschen, neue Herausforderungen und oft auch eine neue Stadt. Neben Vorlesungen, Seminaren und Prüfungen spielt aber noch etwas eine entscheidende Rolle für eine gelungene Studienzeit: Freundschaften. Wer Freunde im Studium finden möchte, profitiert nicht nur von einer schöneren Studienzeit, sondern stärkt auch das eigene Wohlbefinden und den Studienerfolg.
Doch was, wenn du das Gefühl hast, keine Freunde an der Uni zu finden? Keine Bange, denn damit bist du nicht allein. Gerade in den ersten Wochen geht es vielen Studierenden so.
Wir verraten dir, wie du mit Offenheit, etwas Geduld und den richtigen Gelegenheiten schnell neue Kontakte knüpfen und dein soziales Netzwerk erweitern kannst.
Ein Studium bringt viele Veränderungen mit sich. Vielleicht bist du zum ersten Mal von zuhause ausgezogen, kämpfst mit Heimweh oder musst dich an eine völlig neue Umgebung gewöhnen. Gleichzeitig warten anspruchsvolle Vorlesungen, Prüfungsdruck und organisatorische Herausforderungen.
Freundschaften helfen dabei, diese Zeit besser zu meistern. Sie bieten emotionale Unterstützung, schaffen gemeinsame Erlebnisse und geben Sicherheit im Studienalltag. Wer Menschen hat, mit denen Vorlesungsskripte geteilt, Lerngruppen gebildet oder Pausen verbracht werden können, erlebt das Studium oft motivierter und entspannter.
💡 Auch langfristig lohnt sich ein aktives soziales Umfeld. Viele Kontakte aus dem Studium bleiben über Jahre bestehen und entwickeln sich später zu wertvollen Karrierekontakten.
Falls du denkst, nur dir fällt das Kontakteknüpfen schwer, bist du nicht allein. Gerade große Hochschulen können anfangs anonym wirken. Überfüllte Hörsäle, unterschiedliche Stundenpläne und Zeitdruck erschweren es oft, ins Gespräch zu kommen.
Besonders Erstsemester erleben häufig ähnliche Herausforderungen:
Wenn du aktuell das Gefühl hast, keine Freunde an der Uni zu haben, bedeutet das also keineswegs, dass etwas mit dir nicht stimmt. Freundschaften entwickeln sich häufig erst im Laufe des Semesters.

Die Orientierungsphase bietet ideale Voraussetzungen, um Leute kennenzulernen an der Uni. Fast alle Studienanfänger:innen suchen Anschluss und freuen sich über neue Kontakte.
Besuche deshalb möglichst viele Angebote wie:
Viele Freundschaften entstehen direkt im Hörsaal oder im Seminar. Nutze kleine Gelegenheiten für einen Austausch:
Ein einfaches "Ist hier noch frei?" oder "Was studierst du?" reicht oft aus, um ein erstes Gespräch zu beginnen. Oft stellt sich schnell heraus, dass ihr ähnliche Herausforderungen erlebt oder dieselben Interessen habt.
Gemeinsames Lernen verbindet. Wer regelmäßig zusammen Inhalte wiederholt oder sich auf Prüfungen vorbereitet, verbringt automatisch mehr Zeit miteinander.
Lerngruppen fördern nicht nur den Studienerfolg, sondern helfen auch dabei, Freunde im Studium zu finden. Aus gemeinsamen Lernsessions entstehen häufig langfristige Freundschaften.

Fast jede Hochschule bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich außerhalb des Studiums zu engagieren.
Dazu gehören beispielsweise:
Hier lernst du Menschen kennen, die ähnliche Interessen teilen. Gleichzeitig stärkst du deine sozialen Kompetenzen und sammelst wertvolle Erfahrungen.
Gemeinsame Aktivitäten erleichtern das Kennenlernen enorm. Hochschulsport, Tanzkurse oder Teamsportarten schaffen eine lockere Atmosphäre und regelmäßige Treffen.
Großer Vorteil: Gespräche ergeben sich ganz natürlich, weil ihr bereits ein gemeinsames Hobby habt.

Auch die Wohnsituation kann beim Freunde finden helfen. Wer in einem Wohnheim oder einer Wohngemeinschaft lebt, begegnet täglich neuen Menschen. Gemeinsame WG-Küchengespräche, Spieleabende oder spontane Kochaktionen schaffen schnell ein Gefühl von Zuhause.
Nicht jede Freundschaft beginnt persönlich auf dem Campus. Auch digitale Angebote können helfen, Leute an der Uni kennenzulernen.
Hilfreich sind zum Beispiel:
Auch Plattformen für Tutorien oder Lerngruppen erleichtern den Austausch mit anderen Studierenden.
Nicht jede Bekanntschaft entwickelt sich sofort zu einer engen Freundschaft. Vertrauen wächst mit gemeinsamen Erfahrungen und regelmäßigen Begegnungen.
Versuche deshalb, offen zu bleiben und neue Kontakte nicht sofort zu bewerten. Oft entstehen die stärksten Freundschaften ganz unerwartet.
Viele Studierende sind schüchtern oder haben Hemmungen, andere anzusprechen. Das ist völlig normal.
Diese kleinen Strategien können helfen:
💡Niemand erwartet perfekte Smalltalk-Fähigkeiten. Meist freuen sich andere genauso über ein Gespräch wie du.

Der erste Schritt, um Leute kennenzulernen an der Uni, ist oft der schwierigste: ein Gespräch zu beginnen. Viele Studierende wissen zwar, dass Offenheit wichtig ist, aber nicht, was sie konkret sagen sollen. Dabei braucht es keinen perfekten Spruch. Meistens reichen einfache, situationsbezogene Fragen, um einen natürlichen Austausch zu starten.
Vorlesungen bieten eine gute Gelegenheit, mit Kommiliton:innen ins Gespräch zu kommen. Besonders hilfreich sind Fragen, die sich direkt auf die aktuelle Situation beziehen:
Gemeinsame Aufgaben schaffen bereits einen natürlichen Gesprächsanlass. Nutze diese Situationen, um Kontakte im Studium aufzubauen:
Auch alltägliche Situationen eignen sich, um neue Menschen kennenzulernen. Ein Gespräch muss nicht immer einen besonderen Anlass haben:

Beim Begriff Networking denken viele zunächst an Business-Events oder Karriereveranstaltungen. Tatsächlich beginnt das Netzwerken als Student aber viel früher.
Ein gutes soziales Netzwerk aus Studenten besteht aus Menschen, die sich gegenseitig unterstützen, Wissen teilen und motivieren. Dazu gehören Kommiliton:innen ebenso wie Tutor:innen, Mentor:innen oder Kontakte aus Hochschulgruppen.
Diese Kontakte können dir helfen:
Es gibt Phasen, in denen sich Einsamkeit trotz aller Bemühungen nicht vermeiden lässt. Besonders in stressigen Prüfungszeiten oder nach einem Studienortswechsel kann dieses Gefühl stärker werden.
Wichtig ist, dich deshalb nicht zurückzuziehen. Kleine Schritte helfen oft mehr als große Veränderungen. Schon ein regelmäßiger Mensabesuch, ein Hochschulsportkurs oder eine Lerngruppe können neue Begegnungen ermöglichen.
Falls Einsamkeit oder Stress über längere Zeit anhalten und deine mentale Gesundheit belasten, solltest du dir Unterstützung suchen.
💡Die SRH University bietet psychologische Beratung und weitere studentische Beratungsangebote wie den Student Service an. Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen von Stärke.
Das Freunde-Finden an der Uni gelingt selten von heute auf morgen. Die meisten Studierenden wünschen sich neue Kontakte und freuen sich über Menschen, die offen auf sie zugehen.
Ob im Hörsaal, Wohnheim, Hochschulsport oder bei Veranstaltungen: Jede Begegnung kann der Anfang einer neuen Freundschaft sein. Mit etwas Geduld, Offenheit und Eigeninitiative kannst du Freunde im Studium finden, dein soziales Netzwerk ausbauen und wertvolle Kontakte im Studium knüpfen.
Denn am Ende sind es oft nicht nur gute Noten, an die man sich später erinnert, sondern vor allem die Menschen, mit denen man diese besondere Zeit geteilt hat.