SRH University
Sechs junge Menschen stehen in einer Reihe, lächeln und umarmen sich. Sie tragen lässige Kleidung und stehen vor einer modernen Architektur.

Freunde finden an der Uni: So baust du dir ein soziales Netzwerk auf

Lesedauer: 15 Min.
verfasst von Marie-Luise Unteutsch

Darum geht’s:

  • Herausforderungen beim Kontakteknüpfen an der Uni
  • Praktische Tipps zum Freundefinden an der Uni
  • Umgang mit Schüchternheit und Einsamkeit
  • Konkrete Gesprächseinstiege für Uni-Situationen
  • Aufbau eines sozialen Netzwerks und Networking im Studium

Der Start ins Studium ist aufregend: neue Menschen, neue Herausforderungen und oft auch eine neue Stadt. Neben Vorlesungen, Seminaren und Prüfungen spielt aber noch etwas eine entscheidende Rolle für eine gelungene Studienzeit: Freundschaften. Wer Freunde im Studium finden möchte, profitiert nicht nur von einer schöneren Studienzeit, sondern stärkt auch das eigene Wohlbefinden und den Studienerfolg.

Doch was, wenn du das Gefühl hast, keine Freunde an der Uni zu finden? Keine Bange, denn damit bist du nicht allein. Gerade in den ersten Wochen geht es vielen Studierenden so.

Wir verraten dir, wie du mit Offenheit, etwas Geduld und den richtigen Gelegenheiten schnell neue Kontakte knüpfen und dein soziales Netzwerk erweitern kannst.

Deshalb sind Freundschaften im Studium wichtig

Ein Studium bringt viele Veränderungen mit sich. Vielleicht bist du zum ersten Mal von zuhause ausgezogen, kämpfst mit Heimweh oder musst dich an eine völlig neue Umgebung gewöhnen. Gleichzeitig warten anspruchsvolle Vorlesungen, Prüfungsdruck und organisatorische Herausforderungen.

Freundschaften helfen dabei, diese Zeit besser zu meistern. Sie bieten emotionale Unterstützung, schaffen gemeinsame Erlebnisse und geben Sicherheit im Studienalltag. Wer Menschen hat, mit denen Vorlesungsskripte geteilt, Lerngruppen gebildet oder Pausen verbracht werden können, erlebt das Studium oft motivierter und entspannter.

 

💡 Auch langfristig lohnt sich ein aktives soziales Umfeld. Viele Kontakte aus dem Studium bleiben über Jahre bestehen und entwickeln sich später zu wertvollen Karrierekontakten. 

 

Warum es manchmal schwerfällt, Leute kennenzulernen

Falls du denkst, nur dir fällt das Kontakteknüpfen schwer, bist du nicht allein. Gerade große Hochschulen können anfangs anonym wirken. Überfüllte Hörsäle, unterschiedliche Stundenpläne und Zeitdruck erschweren es oft, ins Gespräch zu kommen.

Besonders Erstsemester erleben häufig ähnliche Herausforderungen:

  • Unsicherheit in einer neuen Umgebung
  • Schüchternheit oder Angst, andere anzusprechen
  • unterschiedliche Interessen und Lebenssituationen
  • hoher Lern- und Prüfungsdruck
  • wenig Zeit neben Studium und Nebenjob

Wenn du aktuell das Gefühl hast, keine Freunde an der Uni zu haben, bedeutet das also keineswegs, dass etwas mit dir nicht stimmt. Freundschaften entwickeln sich häufig erst im Laufe des Semesters.

Sechs junge Menschen sitzen an einem Tisch, arbeiten an einem Laptop und diskutieren. Einige halten Getränke und Notizen in der Hand.

Freunde im Studium finden: 8 praktische Tipps

1. Nutze die ersten Wochen bewusst

Die Orientierungsphase bietet ideale Voraussetzungen, um Leute kennenzulernen an der Uni. Fast alle Studienanfänger:innen suchen Anschluss und freuen sich über neue Kontakte.

Besuche deshalb möglichst viele Angebote wie:

  • Ersti-Veranstaltungen
  • Campusführungen
  • Fachschaftsveranstaltungen
  • Einführungsveranstaltungen

Schon in der Welcome Week neue Kontakte knüpfen

Der Studienstart ist die perfekte Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen. Während der Welcome Week an der SRH University lernst du deine Mitstudierenden bei gemeinsamen Aktivitäten, Einführungsveranstaltungen und ersten Campus-Events ganz unkompliziert kennen. So entstehen oft schon in den ersten Tagen wertvolle Kontakte – und nicht selten echte Freundschaften.

Empfangstresen mit der Aufschrift "hello & welcome" und dem Logo "srh" in orange. Helle, moderne Umgebung mit Fenstern.

2. Sprich deine Kommiliton:innen an

Viele Freundschaften entstehen direkt im Hörsaal oder im Seminar. Nutze kleine Gelegenheiten für einen Austausch:

  • vor Beginn einer Vorlesung
  • in den Pausen
  • nach Gruppenarbeiten
  • beim gemeinsamen Weg zur Mensa

Ein einfaches "Ist hier noch frei?" oder "Was studierst du?" reicht oft aus, um ein erstes Gespräch zu beginnen. Oft stellt sich schnell heraus, dass ihr ähnliche Herausforderungen erlebt oder dieselben Interessen habt. 

3. Lerngruppen bilden

Gemeinsames Lernen verbindet. Wer regelmäßig zusammen Inhalte wiederholt oder sich auf Prüfungen vorbereitet, verbringt automatisch mehr Zeit miteinander.

Lerngruppen fördern nicht nur den Studienerfolg, sondern helfen auch dabei, Freunde im Studium zu finden. Aus gemeinsamen Lernsessions entstehen häufig langfristige Freundschaften.

Vier Studierende arbeiten gemeinsam an einem Tisch, lächeln und diskutieren. Eine Person schreibt in ein Notizbuch, während eine andere auf ein Tablet schaut.

4. Hochschulgruppen und Ehrenamt ausprobieren

Fast jede Hochschule bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich außerhalb des Studiums zu engagieren.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Fachschaften
  • Hochschulgruppen
  • Nachhaltigkeitsinitiativen
  • Kulturprojekte
  • studentisches Ehrenamt

Hier lernst du Menschen kennen, die ähnliche Interessen teilen. Gleichzeitig stärkst du deine sozialen Kompetenzen und sammelst wertvolle Erfahrungen.

5. Sportkurse und Freizeitangebote nutzen

Gemeinsame Aktivitäten erleichtern das Kennenlernen enorm. Hochschulsport, Tanzkurse oder Teamsportarten schaffen eine lockere Atmosphäre und regelmäßige Treffen.

Großer Vorteil: Gespräche ergeben sich ganz natürlich, weil ihr bereits ein gemeinsames Hobby habt.

Eine Gruppe von jungen Fußballspielern und einem Trainer versammelt sich im Freien, um sich mit den Händen in der Mitte zu motivieren.

6. Neue Kontakte durch Wohnen knüpfen

Auch die Wohnsituation kann beim Freunde finden helfen. Wer in einem Wohnheim oder einer Wohngemeinschaft lebt, begegnet täglich neuen Menschen. Gemeinsame WG-Küchengespräche, Spieleabende oder spontane Kochaktionen schaffen schnell ein Gefühl von Zuhause.

7. Digitale Möglichkeiten nutzen

Nicht jede Freundschaft beginnt persönlich auf dem Campus. Auch digitale Angebote können helfen, Leute an der Uni kennenzulernen.

Hilfreich sind zum Beispiel:

  • Messenger-Gruppen des Studiengangs
  • Online-Studiengruppen
  • Soziale Medien
  • Apps wie Bumble Friends

Auch Plattformen für Tutorien oder Lerngruppen erleichtern den Austausch mit anderen Studierenden.

8. Geduldig bleiben

Nicht jede Bekanntschaft entwickelt sich sofort zu einer engen Freundschaft. Vertrauen wächst mit gemeinsamen Erfahrungen und regelmäßigen Begegnungen.

Versuche deshalb, offen zu bleiben und neue Kontakte nicht sofort zu bewerten. Oft entstehen die stärksten Freundschaften ganz unerwartet.

Schüchtern? So fällt der erste Schritt leichter

Viele Studierende sind schüchtern oder haben Hemmungen, andere anzusprechen. Das ist völlig normal.

Diese kleinen Strategien können helfen:

  • Setze dir ein realistisches Ziel, zum Beispiel täglich eine neue Person anzusprechen.
  • Stelle offene Fragen statt Ja-Nein-Fragen.
  • Höre aktiv zu und zeige Interesse.
  • Nutze Gruppenarbeiten im Studium als Gesprächseinstieg.
  • Besuche Veranstaltungen regelmäßig; Wiedersehen erleichtert den Kontakt.

💡Niemand erwartet perfekte Smalltalk-Fähigkeiten. Meist freuen sich andere genauso über ein Gespräch wie du.

Vier junge Erwachsene sitzen an einem Tisch im Freien, unterhalten sich und nutzen ihre Smartphones. Ein Laptop und Notizen liegen auf dem Tisch.

Gesprächs-Starter: Sätze, die in Uni-Situationen natürlich funktionieren

Der erste Schritt, um Leute kennenzulernen an der Uni, ist oft der schwierigste: ein Gespräch zu beginnen. Viele Studierende wissen zwar, dass Offenheit wichtig ist, aber nicht, was sie konkret sagen sollen. Dabei braucht es keinen perfekten Spruch. Meistens reichen einfache, situationsbezogene Fragen, um einen natürlichen Austausch zu starten.

Vor der Vorlesung oder im Hörsaal

Vorlesungen bieten eine gute Gelegenheit, mit Kommiliton:innen ins Gespräch zu kommen. Besonders hilfreich sind Fragen, die sich direkt auf die aktuelle Situation beziehen:

  • „Ist hier noch frei?“
  • „Bist du auch zum ersten Mal in dieser Vorlesung?“
  • „Hast du schon herausgefunden, was heute genau drankommt?“
  • „Wie findest du den Kurs bisher?“
  • „Hast du die letzten Vorlesungsskripte schon angeschaut?“

In Übungen, Seminaren oder bei Gruppenarbeiten

Gemeinsame Aufgaben schaffen bereits einen natürlichen Gesprächsanlass. Nutze diese Situationen, um Kontakte im Studium aufzubauen:

  • „Wollen wir uns für die Aufgabe zusammentun?“
  • „Wie bist du auf die Lösung gekommen?“
  • „Sollen wir uns vor der nächsten Sitzung nochmal kurz zum Lernen treffen?“
  • „Hast du schon eine Lerngruppe für die Prüfung?“
  • „Wollen wir unsere Notizen austauschen?“

In der Mensa oder auf dem Campus

Auch alltägliche Situationen eignen sich, um neue Menschen kennenzulernen. Ein Gespräch muss nicht immer einen besonderen Anlass haben:

  • „Ist das Essen hier meistens gut?“
  • „Gibt es hier ein Gericht, das du empfehlen kannst?“
  • „Setzt du dich dazu?“
  • „Bist du auch gerade zwischen zwei Veranstaltungen?“
  • „Welche Orte auf dem Campus kannst du empfehlen?“
Zwei Personen sitzen im Freien und unterhalten sich. Der Mann trägt einen grauen Hoodie, die Frau eine rosa Jacke.

Networking als Student: Mehr als nur Karriere

Beim Begriff Networking denken viele zunächst an Business-Events oder Karriereveranstaltungen. Tatsächlich beginnt das Netzwerken als Student aber viel früher.

Ein gutes soziales Netzwerk aus Studenten besteht aus Menschen, die sich gegenseitig unterstützen, Wissen teilen und motivieren. Dazu gehören Kommiliton:innen ebenso wie Tutor:innen, Mentor:innen oder Kontakte aus Hochschulgruppen.

Diese Kontakte können dir helfen:

  • passende Lerngruppen zu finden
  • Praktika zu entdecken
  • Erfahrungen auszutauschen
  • Motivation im Studium auch in stressigen Phasen zu behalten
  • später berufliche Chancen zu eröffnen

Was tun, wenn du dich einsam fühlst?

Es gibt Phasen, in denen sich Einsamkeit trotz aller Bemühungen nicht vermeiden lässt. Besonders in stressigen Prüfungszeiten oder nach einem Studienortswechsel kann dieses Gefühl stärker werden.

Wichtig ist, dich deshalb nicht zurückzuziehen. Kleine Schritte helfen oft mehr als große Veränderungen. Schon ein regelmäßiger Mensabesuch, ein Hochschulsportkurs oder eine Lerngruppe können neue Begegnungen ermöglichen.

Falls Einsamkeit oder Stress über längere Zeit anhalten und deine mentale Gesundheit belasten, solltest du dir Unterstützung suchen. 

 

💡Die SRH University bietet psychologische Beratung und weitere studentische Beratungsangebote wie den Student Service an. Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen von Stärke.

 

Fazit: Freundschaften brauchen Zeit

Das Freunde-Finden an der Uni gelingt selten von heute auf morgen. Die meisten Studierenden wünschen sich neue Kontakte und freuen sich über Menschen, die offen auf sie zugehen.

Ob im Hörsaal, Wohnheim, Hochschulsport oder bei Veranstaltungen: Jede Begegnung kann der Anfang einer neuen Freundschaft sein. Mit etwas Geduld, Offenheit und Eigeninitiative kannst du Freunde im Studium finden, dein soziales Netzwerk ausbauen und wertvolle Kontakte im Studium knüpfen.

Denn am Ende sind es oft nicht nur gute Noten, an die man sich später erinnert, sondern vor allem die Menschen, mit denen man diese besondere Zeit geteilt hat.

Autorin

Marie-Luise Unteutsch

Marketing & Communications Manager

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Der einfachste Weg, Freunde an der Uni zu finden, ist, aktiv auf andere Studierende zuzugehen. Nutze Ersti-Veranstaltungen, Seminare, Lerngruppen oder Hochschulsport, um neue Menschen kennenzulernen. Oft reicht schon ein kurzes Gespräch vor einer Vorlesung oder in der Mensa, um erste Kontakte zu knüpfen.

Ja. Gerade in den ersten Wochen oder nach einem Hochschulwechsel haben viele Studierende zunächst keine Freunde an der Uni. Freundschaften entwickeln sich meist mit der Zeit durch gemeinsame Vorlesungen, Projekte oder Freizeitaktivitäten. Lass dich deshalb nicht entmutigen und gib dir Zeit.

Auch wenn du eher zurückhaltend bist, kannst du gut Leute an der Uni kennenlernen. Kleine Schritte helfen oft am meisten: Setze dich neben andere Studierende, beteilige dich an Gruppenarbeiten oder besuche regelmäßig Hochschulgruppen und Sportkurse. Wiederkehrende Begegnungen machen das Kennenlernen meist deutlich einfacher.

Ein gutes soziales Netzwerk für Studierende bietet emotionale Unterstützung, Motivation und praktische Hilfe im Studienalltag. Gemeinsames Lernen, der Austausch von Vorlesungsskripten oder gegenseitige Unterstützung in stressigen Prüfungsphasen können den Studienerfolg positiv beeinflussen.

Ja. Netzwerken als Student:in bedeutet nicht nur, berufliche Kontakte zu sammeln, sondern auch langfristige Beziehungen aufzubauen. Kommiliton:innen, Tutor:innen oder Kontakte aus Hochschulgruppen können später wichtige Ansprechpersonen für Praktika, den Berufseinstieg oder gemeinsame Projekte sein. Ein früh aufgebautes Netzwerk zahlt sich daher oft weit über das Studium hinaus aus.