

Darum geht's im Interview:
2015 erlangt Annika Jahn ihren Bachelor-Abschluss in Physiotherapie an der SRH in Heidelberg. Nach Master-Studium und Promotion an Universitäten in München und Tübingen kehrt sie 2021 an den SRH Campus Heidelberg zurück – und wird mit nur 29 Jahren Professorin. Im Interview hat sie mit uns über ihren Werdegang und ihre Leidenschaft für den Beruf gesprochen. ✨
Erzähl doch mal, was machst du gerade und wie sieht dein beruflicher Alltag aus?
Annika: Ich leite den Studiengang B.Sc. Physiotherapie in Heidelberg. Mein beruflicher Alltag ist sehr spannend und abwechslungsreich. Neben der Lehre als Professorin in verschiedenen Fächern (alles im Bereich Training/Bewegung/Gesundheitsförderung/Gesprächsführung etc.) und der Betreuung von Bachelorthesen und Studienarbeiten bin ich für die Praxiskoordination im In- und Ausland und die staatlichen Prüfungen mit der Unterstützung meiner Kolleginnen verantwortlich.
Zudem koordiniere ich Projekte zum Thema Gesundheitsmanagement und bin vor allem für die Organisation des Studiengangs verantwortlich. Das heißt, ich schaue, dass die Lehre durch mein internes Team und externe Dozent:innen geplant wird, und strukturiere mit meinem Team die Inhalte. Dafür habe ich wöchentliche Teammeetings und regelmäßige Treffen mit anderen Leitungen. Außerdem bin ich im Prüfungsausschuss und führe regelmäßig Auswahlgespräche für den Studiengang und Gespräche mit den bereits Studierenden. Ich bin somit Ansprechperson für die Studierenden als auch das Team der Lehrenden.
Was macht deine Branche so spannend für dich?
Annika: Als besonders spannend erlebe ich die vielseitigen Aufgaben, die ich habe. Das sehe ich aber definitiv positiv, da ich sehr gerne viele verschiedene Projekte gleichzeitig manage. Ich finde es zudem besonders schön, die Entwicklung der Studierenden zu begleiten und zu beobachten. Der schönste Moment ist für mich immer, die Studierenden am Ende des Studiums an den Patient:innen zu sehen und somit einen wichtigen Teil für die Gesundheitsversorgung beizutragen, indem ich qualifizierte Physiotherapeut:innen ausbilde. Mich motiviert hierbei besonders, dazu beizutragen, dass das Thema der evidenzbasierten Physiotherapie bzw. insgesamt die Förderung der evidenzbasierten Therapiewissenschaften in Deutschland vorangebracht wird.
Wie stellst du dir deinen zukünftigen beruflichen Werdegang vor?
Annika: Ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden und stolz mit meinem bisherigen beruflichen Werdegang bin. Mit 29 Jahren bin ich 2021 sehr jung Professorin geworden und habe derzeit keine Wünsche, da ich vollkommen zufrieden in meinem Beruf bin.
Bewerbungsverfahren sind immer aufregend. Wie hast du diese Phase direkt nach dem Studium in Erinnerung? Gab es besondere Herausforderungen?
Annika: Ich habe es als Vorteil erleben dürfen, sowohl in der Physiotherapie als auch im Bereich Gesundheitsförderung einen Studienabschluss zu haben. Dadurch konnte ich mich etwas absetzen und habe super spannende Jobs gehabt. Als besondere Herausforderung habe ich die Zeit der Promotion in Erinnerung.
Wichtig ist, dass man den Beruf findet, der einem wirklich Spaß macht, dann fühlt sich der Alltag nicht nach Arbeit an und erfüllt einen täglich.
Was konntest du aus deinem Studium mitnehmen, das in der Arbeitswelt hilfreich ist?
Annika: Ich bin überzeugt von unserem CORE-Prinzip. Der Fokus auf die Entwicklung der eigenen Kompetenzen ist enorm wichtig und für mich heute noch sehr hilfreich. Zudem ist es definitiv ein Vorteil, dass ich das System von Seiten der Studierenden kenne und mich so sehr gut in meine Studierenden hineinversetzen kann.
Lang ist's her: Wie ist es dazu gekommen, dass du dich für deinen Studiengang entschieden hast?
Annika: Ich schwankte damals zwischen einem Medizin- und Sport-Studium, daher war Physiotherapie die perfekte Mischung.
Was hat dein Studium an der SRH University besonders gemacht?
Annika: Freundschaften, die bis heute bestehen und die persönliche Betreuung durch die Dozent:innen.
Welche Erfahrungen würdest du gerne Studierenden oder Young Alumni auf ihrem Weg mitgeben?
Annika: Studiert das, was euch wirklich interessiert, und behaltet euer Ziel vor Augen. Fleiß zahlt sich insofern aus, dass man später sehr zufrieden und glücklich ist, wenn man den Job hat, der einem wirklich Spaß macht und der Beruf somit zur Leidenschaft wird.