SRH University
Eine Frau mit dunklen Haaren trägt ein blaues Hemd und steht lächelnd vor einem unscharfen, grünen Hintergrund.

Von der Pflege in die Lehre: Janines Weg zur Medizinpädagogin

Lesedauer: 6 Min.
verfasst von Julia Beck

Darum geht's im Interview:

  • Auszubildende begleiten und Entwicklung fördern
  • Medizinisches Wissen praxisnah und kreativ vermitteln
  • Sinnstiftende Arbeit zwischen Unterricht und Praxis

Nach zehn Jahren in der Pflege möchte sich Janine Förtsch weiterentwickeln – und entscheidet sich für das Studium der Medizinpädagogik an der SRH University. Direkt nach dem Bachelor absolviert sie ihren Master in Medizin- und Gesundheitspädagogik. Heute – fünf Jahre später – arbeitet sie als Dozentin und Lernbegleiterin an der Berufsfachschule für Gesundheit des SRH Wald-Klinikums Gera. 

 

Erzähl doch mal, was machst du gerade und wie sieht dein beruflicher Alltag aus?

Janine: Bei meiner Tätigkeit als Dozentin und Lernbegleiterin stehen immer die Lernenden im Vordergrund. Das heißt, ich kümmere mich um die Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung sowie den Unterricht an sich. Dazu kommen noch die Aufgaben einer Klassenleiterin – das kann etwas ganz Organisatorisches sein oder emotionales Auffangen. Falls es ein Praxistag wird, gehe ich in die Einrichtungen zu Praxisbegleitungen. Ist noch etwas Zeit, plane ich die Praktikumseinsätze der Notfallsanitäter:innen.

Konntest du dir nach dem Studium schon vorstellen, als Dozentin und Lernbegleiterin zu arbeiten, und wie kam es dazu?

Janine: Absolut! Während des Bachelorstudiums mussten wir 200 Stunden selbst Unterricht halten. So wurde ich gleich in meinem Berufswunsch bestärkt und fasste auch Fuß in einer Berufsschule für Pflege, welche mich später als Festangestellte übernahm.

Was macht deine Branche so spannend für dich?

Janine: Es wird nie langweilig. Lernende und Patient:innen bieten täglich neue Facetten des Lebens. Zudem ist mein Aufgabenspektrum sehr breit gefächert. Meine Leidenschaft liegt in der realistischen Darstellung von Notfällen, d. h. Wunden schminken, simulieren, der Einsatz von VR-Brillen, kreativ sein. Zudem liebe ich die Medizin und ihren täglichen Fortschritt. Das Schönste aber ist, die Auszubildenden nach 3 Jahren auf der Bühne zu sehen, wie sie ihr Zeugnis in der Hand halten, und zu wissen: Ich habe an ihrer Entwicklung mitgewirkt. Ich kann mich vollkommen entfalten und finde Sinn in meinem Beruf.

Eine Person mit einem weißen T-Shirt hält ein rotes Objekt in der Hand und zeigt auf den Rücken des Shirts mit dem Text „EURE AUSBILDUNG MIT UNS“.

Wie stellst du dir deinen zukünftigen beruflichen Werdegang vor?

Janine: Ich würde gern meine Promotion in den Bildungswissenschaften angehen. Zudem steht der Aufbau eines Simulationszentrums an unserer Schule an.

Bewerbungsverfahren sind immer aufregend. Wie hast du diese Phase direkt nach dem Studium in Erinnerung? Gab es besondere Herausforderungen?

Janine: An privaten Berufsschulen war und ist das Bewerben kein Problem. Im Gegenteil, man wird mit Kusshand erwartet. Schwieriger waren Bewerbungen an staatlichen Schulen, da diese 2 Fächer und den Masterabschluss, inklusive Referendariat, benötigen. Das setzt aber einen etwas anderen Bildungsweg voraus.

Was konntest du aus deinem Studium mitnehmen, das in der Arbeitswelt hilfreich ist?

Janine: Besonders hilfreich waren die Module in Methodik und Didaktik. Der Austausch in der heterogenen Studiengruppe war immer sehr inspirierend und das Erlernen der Recherche von evidenzbasierten Quellen ist gerade heute im Zeitalter von KI sehr nützlich.

 

Menschen begleiten. Bildung bewegen.

Aus Fachkräften werden Vorbilder: Im Studium der Medizinpädagogik lernst du, wie du Auszubildende professionell begleitest, Unterricht gestaltest und Gesundheitsbildung aktiv mitprägst. Praxisnähe, moderne Lehrmethoden und persönliche Entwicklung stehen dabei im Mittelpunkt. Informiere dich jetzt!

Eine lächelnde Frau mit Brille sitzt auf einem Tisch und hält einen blauen Ordner. Im Hintergrund sind Gruppen von Menschen zu sehen.

 

Lang ist's her: Wie ist es dazu gekommen, dass du dich für deinen Studiengang entschieden hast?

Janine: Schon in meiner Ausbildung waren die Praxisanleiter:innen für mich ein Vorbild. Nach zehn Jahren in der Pflege wollte ich mich weiterentwickeln und geregeltere Arbeitszeiten aufbauen. Die Arbeit mit Auszubildenen hat mir schon immer Spaß gemacht, ich wollte kreativ sein und die Medizin blieb ein Faible. Also war der Studiengang schnell klar.

Was hat dein Studium an der SRH University besonders gemacht?

Janine: Kleine Lerngruppen mit Studierenden aus allen Bereichen der Pflege- und Therapieberufe, sehr gute Betreuung durch die Dozent:innen, klare transparente Strukturen und das ein oder andere Hochschulevent.

Welche Erfahrungen würdest du gerne Studierenden oder Young Alumni auf ihrem Weg mitgeben?

Janine: 1. Bleibt niemals stehen, bildet euch immer weiter! 2. Bleibt vor den Azubis authentisch, sie merken es, wenn man ihnen etwas vormacht. 3. Manchmal kommt man in der Pädagogik mit dem Herzen weiter als mit dem Kopf.

 

Autorin und Gesprächspartnerin

Eine Frau mit Brille steht lächelnd an einer Wand, die Arme vor der Brust verschränkt, in einem hellen, modernen Raum.

Julia Beck

Alumni Management

Eine Frau mit dunklen Haaren trägt ein blaues Hemd und steht lächelnd vor einem unscharfen, grünen Hintergrund.

Janine Förtsch

Medizinpädagogin (SRH Berufsfachschule für Gesundheit Gera)