SRH University
Eine junge Frau mit langen Haaren hält Bücher in der Hand und lächelt, während sie einer Gruppe von drei anderen Frauen in einem modernen Umfeld folgt.

Lohnt es sich noch, BWL zu studieren? Chancen und Perspektiven

Lesedauer: 9 Min.
verfasst von Marie-Luise Unteutsch

Darum geht’s:

  • Welche Kompetenzen ein BWL-Studium vermittelt
  • Welche Rolle Zusatzqualifikationen und Praxiserfahrung spielen
  • In welchen Berufsfeldern du später tätig werden kannst
  • Welche Vor- und Nachteile ein BWL-Studium bietet
  • Für wen das BWL-Studium besonders geeignet ist

BWL gehört seit Jahren zu den beliebtesten Studienfächern. Allein im Wintersemester 2024/2025 waren in Deutschland fast 230.000 Studierende – und damit rund 8 Prozent aller Immatrikulierten – im Fach Betriebswirtschaftslehre eingeschrieben (Quelle: iwd). 

Gleichzeitig stellt sich heute angesichts von Digitalisierung, KI und einem sich wandelnden Arbeitsmarkt immer öfter die Frage „Lohnt es sich noch, BWL zu studieren?“. 

In unserem Blogartikel verraten wir dir, ob ein BWL-Studium sinnvoll ist, worauf es bei der Studienwahl ankommt und welche Zukunftsaussichten BWL bietet.

Welche Kompetenzen vermittelt ein BWL-Studium?

Du interessierst dich für Wirtschaft, Unternehmen und Management, bist dir aber nicht sicher, was dir ein BWL-Studium eigentlich bringt? Kurzum: Ein BWL-Studium vermittelt dir nicht nur Wissen über Unternehmen. Du lernst vor allem, wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und Probleme strukturiert zu analysieren. Dabei entwickelst du Fähigkeiten, die du später in vielen unterschiedlichen Jobs einsetzen kannst:

  • Analytisch denken: Du lernst, Zahlen, Informationen und wirtschaftliche Zusammenhänge zu bewerten.
  • Probleme lösen: Du beschäftigst dich mit konkreten wirtschaftlichen Fragestellungen und entwickelst Lösungen.
  • Kommunizieren: Präsentationen, Teamarbeit und Projekte gehören zum Studium und bereiten dich auf den Berufsalltag vor.
  • Entscheidungen treffen: Wirtschaft bedeutet häufig, unterschiedliche Interessen, Daten und Ziele gegeneinander abzuwägen.
  • Projekte umsetzen: Du lernst, Aufgaben zu planen, im Team zu bearbeiten und Ergebnisse zu präsentieren.

Diese Kompetenzen legen den Grundstein für deine Karriere – egal, für welche Branche du dich später entscheidest. Genau darin liegt eine der größten Chancen eines BWL-Studiums, wie Katja Lieblang, Studienberaterin an der SRH University und selbst BWL-Absolventin, erklärt: „Du bekommst zunächst einen breiten Einblick in die Wirtschaft und kannst dich anschließend stärker auf die Themen konzentrieren, die dich interessieren.“

Von Marketing über Finanzen bis hin zu Human Resources

Ob Zahlen, Finanzmärkte und Unternehmensentscheidungen, Recruiting und Personalentwicklung, Online-Shops oder Social Media und digitale Geschäftsmodelle – im Bachelor BWL an der SRH University wählst du aus einer Vielzahl an Vertiefungen genau die, die zu dir und deinen Interessen passt.

Drei Personen in einem modernen Büro, eine Frau hält ein Blatt mit der Aufschrift "SWOT Management", während die anderen beiden ein Buch betrachten.

Die entscheidende Frage, so Katja Lieblang weiter, laute daher nicht nur „Was lerne ich in einem BWL-Studium?“, sondern „Was kann ich später daraus machen?“. Dafür sei es wichtig, bereits während des Studiums ein persönliches Profil zu entwickeln.

Reicht ein BWL-Abschluss allein noch aus?

Ein BWL-Abschluss bietet eine gute Grundlage, um später in den verschiedensten Bereichen zu arbeiten. Er sollte aber nicht automatisch das Ende deiner Entwicklung sein. Gerade weil BWL ein sehr breit aufgestelltes Studium ist, macht dein persönliches Profil auf dem Arbeitsmarkt einen großen Unterschied. 

Folgende Bausteine können dein Studium z. B. ergänzen:

Praxiserfahrung

Ein Praktikum oder eine Werkstudententätigkeit zeigt dir, wie wirtschaftliche Aufgaben in der Realität aussehen. Gleichzeitig kannst du erste Berufserfahrung sammeln und herausfinden, welche Arbeitsbereiche dir tatsächlich liegen.

Spezialisierung

Eine fachliche Vertiefung kann deinem Profil eine klare Richtung geben. An der SRH University kannst du beispielsweise einen Schwerpunkt auf Financial Management, Immobilienwirtschaft, Marketing Management oder Sport- und Eventmanagement legen.

Auslandserfahrung

Ein Auslandssemester kann deine Sprachkenntnisse und interkulturellen Kompetenzen erweitern und dir gleichzeitig einen anderen Blick auf Wirtschaft und Unternehmen ermöglichen.

Sprachkenntnisse

Englisch gehört in vielen Unternehmen längst zum Arbeitsalltag. Weitere Fremdsprachen können dein Profil zusätzlich ergänzen – insbesondere, wenn du später international arbeiten möchtest.

Digitale Kompetenzen

Unternehmen arbeiten zunehmend mit digitalen Plattformen, Datenanalysen, Automatisierung und Künstlicher Intelligenz. Wer wirtschaftliche Zusammenhänge versteht und gleichzeitig digitale Entwicklungen einordnen kann, verbindet zwei wichtige Perspektiven.

Um dich mit deinem BWL-Studium optimal für die Zukunft aufzustellen, solltest du dich also nicht allein auf deinen Abschluss verlassen, sondern frühzeitig überlegen, welche Kompetenzen und Qualifikationen du darüber hinaus erlangen kannst.

Zwei junge Frauen präsentieren in einem modernen Raum, während ein Mann im Hintergrund aufmerksam zuhört. Eine Frau hält ein Tablet.

BWL-Studium der Zukunft: Wie verändern Digitalisierung und KI die Perspektiven?

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern die Arbeitswelt – auch in kaufmännischen Berufen. Aufgaben, die früher viel Zeit beansprucht haben, können teilweise automatisiert oder durch KI unterstützt werden. Dazu gehören beispielsweise die Verarbeitung von Informationen, bestimmte Analysen oder standardisierte Kommunikations- und Verwaltungsaufgaben.

Das bedeutet aber nicht, dass wirtschaftliches Wissen weniger wichtig wird. Im Gegenteil: Unternehmen brauchen Menschen, die verstehen, welches Problem überhaupt gelöst werden soll, welche Daten relevant sind, wie KI dabei optimal eingesetzt werden kann und welche wirtschaftlichen Konsequenzen eine Entscheidung hat.

Wer beispielsweise KI für eine Marketingkampagne nutzen möchte, muss trotzdem die Zielgruppe verstehen, ein Budget planen, Ergebnisse bewerten und entscheiden können, welche Maßnahmen sinnvoll sind.

Deshalb werden neben klassischem BWL-Wissen Kompetenzen wie diese immer wichtiger:

  • Datenverständnis
  • kritisches Denken
  • Problemlösung
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kreativität
  • Projektmanagement
  • Teamfähigkeit
  • sicherer Umgang mit KI- und digitalen Anwendungen
Die Kombination aus Wirtschaftswissen, digitalen und KI-Kompetenzen sowie praktischer Erfahrung ist es, die BWL-Absolvent:innen heute für die veränderte Arbeitswelt benötigen.
Prof. Dr. Stephan Schöning, Studiengangsleiter Betriebswirtschaftslehre an der SRH University

Welche beruflichen Möglichkeiten gibt es in der BWL?

Ein BWL-Abschluss eröffnet dir verschiedene berufliche Möglichkeiten. Welche Richtung du einschlägst, hängt unter anderem davon ab, welche Themen dich interessieren und welche Erfahrungen du während des Studiums sammelst.

Eine Auswahl möglicher Berufsfelder inklusive typischer Aufgaben und dafür notwendiger Kompetenzen haben wir dir in der folgenden Tabelle zusammengestellt.

BerufsfeldTypische AufgabenWichtige Kompetenzen
Business DevelopmentErschließung neuer Märkte, Entwicklung von Geschäftsmodellen, Aufbau von KooperationenStrategisches Denken, Marktanalyse, Kommunikation, Unternehmergeist
Controlling & FinanceFinanzplanung, Budgetierung, Kostenanalysen, ReportingZahlenverständnis, Excel, Datenanalyse, analytisches Denken
Einkauf & Supply Chain ManagementBeschaffung, Lieferantenmanagement, Bestandsplanung, ProzessoptimierungVerhandlungsgeschick, Analytik, Organisation, Prozessverständnis
Marketing & VertriebMarktanalyse, Kampagnenplanung, Kundenbetreuung, VertriebssteuerungKommunikation, Marktverständnis, Datenanalyse, Kreativität
Personalmanagement (HR)Recruiting, Personalentwicklung, Employer Branding, PersonalplanungKommunikation, Organisation, Arbeitsrecht-Grundlagen, Empathie
UnternehmensberatungAnalyse von Geschäftsprozessen, Entwicklung von Strategien, Begleitung von Change-ProzessenAnalytik, Problemlösung, Präsentation, Kommunikation

BWL-Studium: Vorteile und Nachteile

Je nach individueller Neigung und persönlichem Profil bietet ein BWL-Studium Zukunftsperspektiven in diversen Branchen. Gleichzeitig birgt der Abschluss auch Nachteile, etwa durch die hohe Zahl an Absolvent:innen. Aber was spricht nun konkret für oder gegen ein BWL-Studium? Pro und Contra haben wir dir hier zusammengetragen.

Vorteile BWL-Studium

Folgende Vorteile kann ein BWL-Studium bieten:

  • breites wirtschaftliches Grundlagenwissen
  • viele mögliche Spezialisierungen
  • zahlreiche Branchen und Arbeitgeber
  • gute Kombinierbarkeit mit anderen Fachgebieten
  • Möglichkeiten für internationale Karrierewege
  • gute Grundlage für Managementpositionen und Unternehmensgründung
  • zahlreiche Weiterbildungs- und Masteroptionen

Nachteile BWL-Studium

Folgende Nachteile kann ein BWL-Studium haben:

  • teilweise starke Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt
  • je nach Hochschule zum Teil relativ allgemeine Studieninhalte sowie hoher Anteil an theoretischen Inhalten
  • ohne Praxiserfahrung und Zusatzqualifikationen ggf. schwieriger Berufseinstieg

➡️ Wichtig: Nicht alle genannten Argumente müssen für dich auch tatsächlich zum Nachteil werden. Welche Punkte du als herausfordernd empfindest, hängt unter anderem von deinen Interessen, deinen beruflichen Zielen und der jeweiligen Hochschule ab. 

Gründe, BWL zu studieren: Für wen eignet sich das Studium?

Die Vorteile eines BWL-Studiums haben dich überzeugt, aber du weißt nicht genau, ob ein BWL-Studium wirklich zu dir passt? Grundsätzlich solltest du Interesse an Unternehmen und wirtschaftlichen Zusammenhängen mitbringen. Darüber hinaus könnte ein BWL-Studium zu dir passen, wenn …

  • du gerne organisierst, Probleme löst und Verantwortung übernimmst,
  • du Freude an Zahlen und analytischem Arbeiten hast,
  • du dir verschiedene berufliche Möglichkeiten offenhalten möchtest,
  • du dir eine internationale Karriere vorstellen kannst oder
  • du später ein eigenes Unternehmen gründen möchtest.

 

💡Tipp: Mit unserem Guide zur Studienwahl findest du Schritt für Schritt heraus, welcher Studiengang der richtige für dich sein könnte.

 

Wenn du weißt, ob und wieso du BWL studieren möchtest, geht es um die Wahl deiner Hochschule oder Universität. Als Orientierung empfiehlt Studienberaterin Katja Lieblang sich folgende Fragen zu stellen:

  • Wie groß sind die Lerngruppen?
  • Kennst du deine Dozierenden persönlich?
  • Kannst du Fragen stellen und bekommst du direkt Feedback?
  • Arbeitest du an Projekten oder sitzt du hauptsächlich in großen Vorlesungen?
  • Sind die Inhalte an der Unternehmenspraxis orientiert?
  • Welche Spezialisierungen werden angeboten?

Gerade bei BWL kann das Studienerlebnis sehr unterschiedlich sein. Katja Lieblang sagt: „Wer BWL studiert, findet sich oft in großen Hörsälen wieder, wo ein Professor oder eine Professorin das Skript vorliest. Am Ende des Semesters stehen dann viele standardisierte Prüfungen wie Klausuren an, bei denen Auswendiglernen mehr zählt als echtes Verständnis. Individueller Kontakt zu den Dozierenden ist selten und praxisnahe Anwendungen bleiben oft außen vor. Ehrlich gesagt fühlt sich das an wie Unterricht aus einer anderen Zeit – und das ist an vielen Unis im BWL-Studium leider noch völlig normal.“

Deshalb kann die Größe einer Hochschule oder Universität für dich ein wichtiges Kriterium sein. An einem überschaubaren Campus kannst du deine Mitstudierenden und Dozierenden leichter kennenlernen. Du kannst dich in Diskussionen und Projekte einbringen, deine Teamfähigkeit in Gruppenarbeiten ausbauen, Fragen stellen und dir schneller persönliches Feedback holen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass eine kleine Hochschule für jeden die richtige Wahl ist. Es geht vielmehr darum, welche Lernumgebung zu dir passt. 

Wenn du dir persönlichen Austausch, anwendungsorientiertes Lernen und eine überschaubare Studienatmosphäre wünschst, kann ein kleinerer Campus genau das bieten, was du suchst.

Wissen erwerben – und anwenden

Theoretisches Wissen ist wichtig. Aber spätestens im Berufsleben musst du dieses Wissen anwenden können. Daher studierst du an der SRH University praxisorientiert nach dem CORE-Prinzip. Durch Projekte, praktische Aufgaben und eigenständiges Arbeiten lernst du dein Wissen früh auf konkrete wirtschaftliche Fragestellungen anzuwenden und sammelst so wertvolle Erfahrungen für dein späteres Berufsleben.

Welche Alternativen gibt es zum BWL-Studium?

Vielleicht hast du auch schon darüber nachgedacht, kein „klassisches“ BWL-Studium zu beginnen, sondern dich für ein verwandtes Studienfach zu entscheiden. Das kann für dich z. B. in Frage kommen, wenn du schon genau weißt, welche Bereiche dich besonders interessieren, denn dann kannst du von Anfang an ein klares fachliches Profil entwickeln.

Folgende Studiengänge können u. a. eine Alternative zum BWL-Studium sein:

Wenn du dich besonders interessierst für …Dann könnte auch … zu dir passen
Digitalisierung, IT und GeschäftsprozesseWirtschaftsinformatik
Zahlen, Daten und statistische ZusammenhängeWirtschaftsmathematik / Data Science 
menschliches Verhalten, Motivation und KommunikationWirtschaftspsychologie 
Volkswirtschaftliche Zusammenhänge und WirtschaftspolitikVolkswirtschaftslehre (VWL)
Produktion, Logistik und technische ProdukteWirtschaftsingenieurwesen 
Recht und wirtschaftliche FragestellungenWirtschaftsrecht 
Logistik, Warenströme und globale LieferkettenLogistik / Supply Chain Management 
internationale Unternehmen und globale MärkteInternational Business 
Werbung, Marken und KonsumentenMarketing  / Kommunikation 
Personal, Führung und OrganisationPersonalmanagement / Human Resource Management 
Unternehmensgründung und Start-upsEntrepreneurship / Gründungsmanagement

❗️Wichtig: Die Alternativen sind nicht zwangsläufig „besser“ als ein BWL-Studium. Vielmehr unterscheiden sie sich darin, welche Interessen und Kompetenzen im Studium stärker im Mittelpunkt stehen. BWL bleibt vergleichsweise breit aufgestellt und eignet sich deshalb insbesondere, wenn du dir verschiedene wirtschaftliche Tätigkeitsfelder offenhalten möchtest.

Fazit: Lohnt sich ein BWL-Studium?

Wie du siehst, ist ein BWL-Studium nicht einfach „irgendwas mit Wirtschaft“. Es ist eine Möglichkeit, dir eine breite Grundlage zu schaffen und gleichzeitig herauszufinden, wo deine eigenen Stärken liegen. Darin liegt auch der größte Vorteil eines BWL-Studiums. 

Die Frage, ob sich ein BWL-Studium noch lohnt, lässt sich also wie folgt beantworten: Ja, es kann sich ohne Zweifel lohnen – wenn du bereit bist, dir bereits während des Studiums durch Praktika, Sprachkenntnisse oder Auslandserfahrungen ein persönliches Profil aufzubauen. Auch eine Spezialisierung – entweder bereits im Bachelor oder später im Master – ist sinnvoll, um deine Zukunftsaussichten in der BWL weiter zu schärfen. 

Ob du dich also für ein BWL-Studium oder eine der zahlreichen Alternativen entscheidest, hängt letztlich von deinen eigenen Interessen ab. Entscheidend ist, was du am Ende daraus machst.

Autorin

Marie-Luise Unteutsch

Marketing & Communications Manager

FAQ: BWL-Studium

Ja, ein BWL-Studium kann auch heute noch eine gute Grundlage für eine Karriere in der Wirtschaft sein. Es vermittelt breit einsetzbare Kenntnisse in Bereichen wie Finanzen, Marketing, Controlling, Personal und Unternehmensführung. 

Besonders sinnvoll kann BWL für diejenigen sein, die sich verschiedene berufliche Möglichkeiten offenhalten oder sich während des Studiums noch nicht auf ein bestimmtes Fachgebiet festlegen möchten. 

Durch passende Schwerpunkte, Praktika sowie zusätzliche digitale und KI-Kompetenzen lässt sich das Studium außerdem gezielt auf den späteren Berufseinstieg ausrichten.

BWL ist als Studienfach vergleichsweise breit aufgestellt und qualifiziert für zahlreiche Tätigkeitsfelder in unterschiedlichen Branchen. Allerdings verändert die Digitalisierung auch klassische kaufmännische Aufgaben: Routineprozesse werden zunehmend automatisiert, während Datenkompetenz, digitale Fähigkeiten, analytisches Denken und strategische Kompetenzen an Bedeutung gewinnen. 

Die Zukunftssicherheit hängt daher weniger allein vom Abschluss als von der gewählten Spezialisierung und den zusätzlich aufgebauten Kompetenzen ab. Wer sein BWL-Studium beispielsweise mit Kenntnissen in Datenanalyse, IT, Nachhaltigkeit oder Digitalisierung verbindet, kann sein berufliches Profil gezielt erweitern.

Für BWL-Absolvent:innen gibt es auch künftig zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, wobei sich die Anforderungen in vielen Bereichen verändern. Perspektiven bieten unter anderem diese Felder:

  • Controlling und Finance
  • Unternehmensberatung
  • Strategisches Management
  • Vertrieb
  • Marketing
  • Personal
  • Einkauf
  • Supply Chain Management 

Besonders interessant sind Tätigkeiten, die betriebswirtschaftliches Wissen mit digitalen, analytischen oder branchenspezifischen Kompetenzen verbinden. Wer seine Berufschancen verbessern möchte, sollte deshalb bereits während des Studiums praktische Erfahrung sammeln und sich gezielt in einem zukunftsrelevanten Bereich spezialisieren.

Pauschal lässt sich nicht sagen, was die besten Wirtschaftsstudiengänge sind. Welcher Studiengang am besten zu dir passt, hängt vor allem von deinen persönlichen Interessen ab und davon, ob du dir zunächst eine breite Grundlage schaffen willst oder ob du schon genau weißt, worauf du dich spezialisieren möchtest. 

Neben der Wahl des Studiengangs spielt vor allem auch die Wahl der Hochschule oder Universität eine Rolle, um genau die Lernumgebung zu finden, die zu dir und deinen beruflichen Zielen passt.

Der größte Vorteil eines BWL-Studiums ist die große thematische Bandbreite. Du erhältst einen fundierten Überblick über zentrale wirtschaftliche Bereiche wie Controlling und Finanzen, Marketing und Vertrieb, Personalmanagement oder Business Development. Damit bietet ein BWL-Studium Anknüpfungspunkte für zahlreiche Berufsfelder. 

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, denn wie schwer das Studium für dich ist, hängt besonders von deinen eigenen Stärken ab. Zu den Fächern, die vielen Studierenden zunächst Angst bereiten, gehören etwa Statistik oder Rechnungswesen. Aber: Du musst kein Mathe-Genie sein. Wichtig ist, dass du bereit bist, dich mit Zahlen und wirtschaftlichen Zusammenhängen auseinanderzusetzen. 

Wenn du regelmäßig lernst, strukturiert arbeitest und dich frühzeitig mit schwierigeren Themen auseinandersetzt, kannst du dich in der Regel gut auf Prüfungen vorbereiten. 

An kleineren Hochschulen wie der SRH University hilft dabei auch insbesondere der engere Kontakt zu deinen Dozierenden und Mitstudierenden. Zudem sind die Prüfungen an der SRH University über das gesamte Semester verteilt, sodass du keinen geballten Prüfungszeitraum hast. 

Nicht unbedingt. Mit einem Bachelorabschluss kannst du direkt in den Beruf einsteigen. Ob ein Master für dich sinnvoll ist, hängt davon ab, was du später erreichen möchtest. 

Wenn du möglichst schnell Berufserfahrung sammeln möchtest, kann ein direkter Berufseinstieg interessant sein. 

Wenn du dich stärker spezialisieren, wissenschaftlich arbeiten oder bestimmte weiterführende Karrierewege verfolgen möchtest, kann ein Master eine Option sein. 

Es gibt viele Studiengänge, die ebenfalls wirtschaftliche Komponenten enthalten, sich mitunter aber bereits zu Beginn stärker spezialisieren oder Schnittstellen zu anderen Disziplinen bilden, darunter etwa Wirtschaftspsychologie, Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsrecht.

Wofür du dich entscheidest, hängt ganz davon ab, welche Inhalte du in den Mittelpunkt deines Studiums stellen möchtest. Oft ist auch im Master noch eine Spezialisierung möglich.

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